Zwei irritierende Formulierungen

Zum 100-jĂ€hrigen Bestehen des â€čGoetheanumâ€ș hatten wir als Faksimiledruck die erste Ausgabe vom 21. August 1921 beigefĂŒgt, um mit Anfang und Gegenwart unserer Zeitschrift den Bogen von 100 Jahren ins Bild zu bringen.


So sehr es anspornt und berĂŒhrt, dass es den darin schreibenden GrĂŒndern Rudolf Steiner und Albert Steffen mit dem ersten Wurf um den doppelten Blick ging â€“ in die Gegenwart und ĂŒber die Gegenwart hinaus â€“ und dass dabei die ganze Welt im Auge ist, so sehr irritieren zwei Formulierungen in den Artikeln zur japanischen Bevölkerung von Rudolf Steiner und zu Menschen schwarzer Hautfarbe von Albert Steffen, weil sie dem heutigen VerstĂ€ndnis von der WĂŒrde aller Menschen und Kulturen nicht genĂŒgen. Einige Leserinnen und Leser fragten uns, warum wir mit dem Abdruck der ersten Ausgabe diese Diskrepanz nicht zum Thema gemacht haben. Das haben wir versĂ€umt und bedauern wir. Implizit geschah und geschieht es natĂŒrlich durch die ethischen Leitlinien, denen die Redaktion bezĂŒglich nicht diskriminierender Sprache folgt. Explizit hat eine Gruppe der Goetheanumleitung zur Frage von â€čAnthroposophie und Rassismusâ€ș am 20. Juni dieses Jahres eine Stellungnahme verfasst. Sie ist auf der Internetseite des Goetheanum zu finden.


Foto: Faksimile der ersten Ausgabe der Wochenschrift, Nr. 1, 1921.

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