Wintersonnenwende

Was ich nur gesehen habe

herzlich unberĂŒhrt,

war auf weitem Feld die KrÀhe

und der Nebel ungestört.

Dass sie lieber rasch verwehe,

blasse, ungefÀhre Spur,

auch vom Schmerz die Rede

eine FĂ€lschung nur.

Uwe Kolbe, aus: Uwe Kolbe, Die sichtbaren Dinge. Gedichte. Leipzig 2019, S. 57.


Wenn die sichtbaren Spuren verwehen, gar zur FĂ€lschung werden:

Auf welche Welt der Innerlichkeit wendet sich die Sonne hin? Johanna Lamprecht


Zeichnung von Philipp Tok

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