Was meine ich mit Grundeinkommen?

Die Forderung nach einem bedingungslosen Grundeinkommen fĂŒr Deutschland wurde in der Vergangenheit in unterschiedlichen Formen vorgetragen. Vertreterinnen und Vertreter dieser Idee finden sich in einem politischen Spektrum wieder, das von der FDP (BĂŒrgergeld) bis zur Linkspartei.PDS (Netzwerk Grundeinkommen) reicht.


Götz Werner schlĂ€gt eine schrittweise EinfĂŒhrung eines bedingungslosen Grundeinkommens vor. Dieses soll zunĂ€chst 200 bis 400 Euro betragen und innerhalb eines Zeitraums von 15 bis 20 Jahren auf 1300 bis 1500 Euro steigen. Alle deutschen Staatsangehörigen sollen diesen Betrag ohne weitere Bedingungen erhalten. In einigen Interviews/Texten schlĂ€gt Werner eine Staffelung der BetrĂ€ge in AbhĂ€ngigkeit vom Lebensalter vor. Kinder, Rentner und Rentnerinnen wĂŒrden danach weniger erhalten als Menschen im Erwerbsalter. Gleichzeitig soll der Arbeitsmarkt weitgehend von regulatorischen Vorschriften befreit werden. In seinen AusfĂŒhrungen vertritt Götz Werner zwei zentrale Bausteine fĂŒr die Finanzierung eines bedingungslosen Grundeinkommens: Erstens sollen alle bisher existierenden Sozialtransfers langfristig durch das Grundeinkommen ersetzt werden. Zweites, zentrales Element der Finanzierungsvorstellungen ist der Umbau des bestehenden Steuer-, Beitrags- und Abgabensystems von einer gemischten Form unterschiedlicher Steuer- und Beitragsarten hin zu einer reinen Konsumbesteuerung ĂŒber Verbrauchssteuern.


Die Idee eines bedingungslosen Grundeinkommens in der Variante der Initiative â€čUnternimm die Zukunftâ€ș von Götz Werner, Wissenschaftlicher Dienst des Deutschen Bundestages 2006.

Grafik: Sofia Lismont

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