Unwissenschaftlich und manipulativ

Thomas Mayer und ein Kreis von √ľber 50 anonym auftretenden Menschen in der Schweiz und in Deutschland berichten in dem Buch ‚ÄĻCorona-Impfungen aus spiritueller Sicht‚Äļ √ľber ihre ¬ę√ľbersinnlichen Beobachtungen¬Ľ zur Covid-19-Erkrankung und den Corona-Impfungen.


Die verschiedenen Arbeitsgruppen, die miteinander lose verkn√ľpft scheinen, gehen dabei von einem lebendigen Wesen jedes Impfstoffs aus. Die Impfstoffe wurden ‚ÄĻuntersucht‚Äļ, indem man z. B. Impfstoffampullen in der Hand hielt. Dabei werden Wahrnehmungen ¬ęextrem b√∂ser¬Ľ Wesen mit einem ¬ęVernichtungswillen¬Ľ (S. 84) gegen alles Menschliche und entsprechend zerst√∂rerische Wirkungen der Impfstoffe geschildert.

In einem k√ľrzeren Abschnitt berichten Therapeuten √ľber ihre Erfahrungen an Geimpften, bei denen sie Verdichtung und weniger Schwingungsf√§higkeit im Gewebe und Verh√§rtung im Seelischen sp√ľrten und eine Sch√§digung der Aura der Geimpften schildern. Die Autoren beschreiben ausf√ľhrlich Corona-Impfsch√§den, die sie an Verstorbenen beobachtet h√§tten. Deren nachtodliches Leben w√ľrde durch die Impfstoffe massiv beeintr√§chtigt mit entsprechenden Folgen f√ľr k√ľnftige Inkarnationen. Aber auch die Covid-Erkrankung selbst sei ¬ęso massiv wie f√ľnf [welche?] Krankheiten zusammen¬Ľ (S. 136).

Verschwörerische Grundhaltung des Buches

Das Buch besteht aus vier Teilen: Wahrnehmungsberichten, Beitr√§gen anderer Autoren, Diskussion und Zusammenfassung. Im Abschnitt ‚ÄĻPhysisch Sichtbares‚Äļ behaupten die Autoren, es g√§be wirksame Medikamente, die aber absichtlich verschwiegen w√ľrden, um Impfdruck aufzubauen. Auch Lockdowns und die Einschr√§nkung der Grundrechte seien daf√ľr ein erpresserisches Mittel. Der PCR-Test habe eine Schl√ľsselrolle, um positiv Getestete als infiziert zu bezeichnen, obwohl er ¬ębestenfalls eine ‚ÄĻKontamination‚Äļ¬Ľ (S. 23) sei. Die Impfungen seien wirkungslos, aber stark gesundheitssch√§dlich und mit hohen Todeszahlen behaftet. Im Diskussionsteil geht Mayer noch weiter. Sars-CoV-2 sei im Labor erzeugt worden in ¬ęschwarzmagischer¬Ľ (S. 305) Intention. Die Freisetzung des Virus sei kein Unfall gewesen, sondern von einer internationalen ¬ęImpf- und Virusmafia¬Ľ (S. 308) bewusst herbeigef√ľhrt worden.

Geisteswissenschaftliche Minimalkriterien nicht erf√ľllt

Die systematische, selbstkritische √úbung und Entwicklung √ľbersinnlicher Wahrnehmungsf√§higkeit ist ein erkl√§rtes Ziel des anthroposophischen Schulungsweges. Wenn Menschen auf diesem Weg t√§tig sein wollen, bedarf dies, noch in viel strengerem Ma√üe als bei herk√∂mmlicher wissenschaftlicher Forschung, einer entsprechenden Transparenz und methodischen Sauberkeit. Zu den √ľblichen Grundvoraussetzungen wissenschaftlicher Arbeit geh√∂ren Gewissenhaftigkeit, selbstkritisches Hinterfragen des eigenen Vorgehens, Transparenz bzgl. der Bedingtheit von Untersuchungsmethodik und -gegenstand, Zur√ľckhaltung von Urteilen, Offenlegung von Motivations- und Interessenkonflikten etc. Dieses Buch erf√ľllt diese Anforderungen in keiner Weise:

‚ÄĘ Mit angeblich √ľber 50 anonymen AutorInnen fehlt ein Mindestma√ü an Transparenz.

‚ÄĘ Das Buch verortet sich von vorneherein so extrem im corona- und impfskeptischen Narrativ und damit negativen Vorerwartungen, dass eine objektive Beobachtungssituation nicht gegeben war. Auch der sensationelle Stil weist darauf hin, dass es an notwendiger N√ľchternheit und Unvoreingenommenheit mangelte. An keiner erkennbaren Stelle des Buches wird ein selbstkritisches Hinterfragen des eigenen Vorgehens erkennbar.

‚ÄĘ Es gibt keinerlei Hinweise auf sonstige wissenschaftliche T√§tigkeiten der geheim gehaltenen Gruppen. Es gibt unserer Kenntnis nach auch keine diskursiven Arbeitsbeziehungen dieser Gruppen zur Anthroposophischen Medizin.

‚ÄĘ Das Buch versucht massiv Angst zu sch√ľren und ist nicht freilassend, wie es von seri√∂ser Geisteswissenschaft zu erwarten w√§re. Mit nicht √ľberpr√ľfbaren Aussagen wird vor der Impfung gewarnt, wie vormals in kirchlichen Drohungen vor H√∂llenqualen. Die Autoren bedienen denselben Angstreflex, den sie der Politik vorwerfen.

‚ÄĘ In der naturwissenschaftlichen Forschung kommt man, abh√§ngig vom Beobachtungskontext, oft zu abweichenden Resultaten. Auch bei der Lekt√ľre von Texten Rudolf Steiners trifft man auf zumindest scheinbare Widerspr√ľche, wenn geistige Sachverhalte von verschiedenen Perspektiven angeschaut werden. Bei Mayer und seinen Mitarbeitern gibt es nur Eindeutigkeit: Alle 50 Menschen kommen immer wieder zum gleichen, unwiderruflichen Ergebnis. Dies entbehrt jeder Glaubw√ľrdigkeit.

‚ÄĘ Unter anthroposophischen √Ąrztinnen und √Ąrzten, zu denen die Autoren dieser Rezension geh√∂ren, sind viele in die Betreuung von Covid-PatientInnen sowie geimpften und ungeimpften Menschen involviert und verf√ľgen √ľber einen reichen Erfahrungsschatz aus geschulter Beobachtung. Unsere eigenen Beobachtungen widersprechen der Darstellung in dem von Mayer vorgelegten Buch.

Schaden f√ľr die Anthroposophie

Dieses Werk ist methodisch in allen erkennbaren Bereichen nicht seri√∂s, es ist unwissenschaftlich, manipulativ und hat mit anthroposophischer Geisteswissenschaft und Anthroposophischer Medizin nichts zu tun. Gerade beim Anliegen, Signaturen der gegenw√§rtigen Zeitsituation tiefer zu verstehen, braucht es eine solide wissenschaftliche Methodik, der sich die Anthroposophie und die durch sie inspirierte Medizin verpflichtet f√ľhlen.

Der Schaden f√ľr die Anthroposophie, der durch dieses sich gut verkaufende Buch entstehen wird, ist noch nicht abzusehen. Die Co-Autoren und -Autorinnen bleiben anonym, weil sie ¬ęnicht Ziel einer Diffamierungskampagne¬Ľ (S. 17) werden wollen, scheuen sich jedoch nicht, Rudolf Steiner und seine Anthroposophie f√ľr ihre zweifelhafte Arbeit zu vereinnahmen, denn Rudolf Steiner h√§tte genau das vorausgesagt, was in dem Buch beschrieben wird. Dieser Anspruch muss klar zur√ľckgewiesen werden. In dem von Rudolf Steiner selbst ver√∂ffentlichten Werk findet sich kein Anhalt zu einer solchen Aussage, weder im Inhalt und noch sehr viel weniger in der methodischen Art und Weise der Darstellung.


Grafik: Fabian Roschka

  1. Ich danke Ihnen sehr f√ľr Ihre Stellungnahme, ich war ersch√ľttert √ľber die Begeisterung und die Gefolgschaft , die dieses Buch hervorgerufen hat. Unertr√§gliches wird von TM √ľber die Verstorbenen gesagt. Ungepr√ľft wird solches und anderes nachgeplappert und zur Grundlage f√ľr durchaus pers√∂nliche Entscheidungen genommen, alles auch hier wieder in Rudolf Steiners Namen . Der Schaden, der da angerichtet wird, ist in mehrfacher Hinsicht erheblich.
    Herzlich
    Dorothea Schulz

  2. Danke.
    Dieses Buch wurde von eine antroposophische Freundin in Deutschland zitiert. „Das“ Vaccin solle die Empathie beeintrachtigen.
    Mir scheinen gerade die ‚Koronakritiker‘ empathiegesch√§digt zu sein. Keine Empathie mit √ľberbelastete Medici oder Kranke die nicht operiert werden k√∂nnen, weil so viel Betten von Unge√Įmpfte besetzt werden.
    Soldners Beitrag „Immunsystem und Personlichkeit“ scheint hier auch ein sch√∂nes Licht auf die Umweltoffenheit.

  3. Schon korrekt. Aber Anthroposophie ist auch Liebe und Weitsicht. Und dieser mangelt es in der Stellungnahme. Sie geht selbst auf Konfrontation und bewegt sich nur als Institution. Ich finde das sehr schade.

  4. ‚ÄěUnwissenschaftlich und manipulativ‚Äú

    Bedauerlich, dass Sie sich derart von dem Kreis um Thomas Mayer abgrenzen. Diese radikale Reaktion einer Verpanzerung und Totalabgrenzung gegen√ľber dieser Publikation schl√§gt vermutlich alle T√ľren zu, hin zu einer Kommunikation mit den AutorInnen. Nun, wenn man sich als ma√ügebende, Zentralinstanz versteht, kann man nat√ľrlich nicht anders, als individuelle Forschungswege strikt abzulehnen. Der Gedanke, dass man als H√ľter des wahren Weges aber auch IMMER Lernende bleibt, auch als Vertreter eines m√§chtigen Goetheanum, sollte hierbei doch immer auch mitbedacht sein.
    Zudem: Ihre Besprechung ist ihrerseits manipulativ und l√§√üt entscheidende Haltungen des Buches v√∂llig unber√ľcksichtigt. Liest man es vollst√§ndig, und mit offenem Sinn, findet man, es wird mitnichten die mRNA-Injektion verteufelt – sie wird differenziert betrachtet, und l√§√üt der und dem aufmerksam Lesenden durchaus inneren Freiraum.
    Gottseidank, die Freiheit der AutorInnen dieses Buches, weiter auf ihrem eingeschlagenen Weg zu forschen, kann Ihnen gl√ľcklicherweise NICHT genommen werden.
    Es gr√ľ√üt freundlich
    Christoph Köhler

    1. Danke diesen Worten schliesse ich mich gerne an. Was da wieder an √úberheblichkeit ausgesandt wird, l√§sst mich das Goetheanum- wo ich noch 2020 am Faust und der Tagung zur Med. Jubil√§umsfeier teilgenommen hatte – f√ľr wohl sehr lange Zeit fernbleiben!

  5. Ihr Artikel ist sehr interessant. Ich verfolge das Thema Impfung/Anthroposophie seit Jahren, weil es mir auch eine pers√∂nliche Grenze aufzeigt, die der Hellsichtigkeit. Ich halte die Anthroposophie f√ľr einen einzigartigen zukunftsweisenden Impuls und nicht nur f√ľr eine Theorie oder Weltanschauung. Wie ist es aber mit der Forschung, der hellsichtigen Forschung? Ist hier nicht eine Nagelprobe der Wissenschaftlichkeit der Anthroposophie gegen√ľber dem gegenw√§rtigen naiven bzw. haupts√§chlich materialistischen Wissenschaftsbegriff gegeben, denn wie positioniert die Anthroposophie ihre Wissenschaftlichkeit zur Wissenschaft der Zeit? Ist diese Positionierung differenziert und bewusst gegeben (Ein Beispiel w√§re f√ľr diese differenzierte Positionierung w√§ren f√ľr mich die Arbeiten von Peter Heusser)?
    Wenn Sie schreiben „Gerade beim Anliegen, Signaturen der gegenw√§rtigen Zeitsituation tiefer zu verstehen, braucht es eine solide wissenschaftliche Methodik, der sich die Anthroposophie und die durch sie inspirierte Medizin verpflichtet f√ľhlen.“, dann muss ich sie fragen: Wie sehen Sie denn Corona aus geisteswissenschaftlicher Sicht, im Sinne einer Signatur der Zeit? Wie ist die Wirkung einer rMNA Impfung, die Steiner noch nicht (physisch) kannte?Und was ist dementsprechend auch ein Heilmittel oder ein Ausweg? Gibt es dazu Ergebnisse geistiger Forschung vom Goetheanum? Wie wurden Sie gewonnen und gepr√ľft? Ich finde dazu wenige Quellen und bin sehr dankbar f√ľr Hinweise. Ich habe das Buch von Herrn Mayer, aber bisher nur punktuell hineingeschaut. Was sind fehlerhafte, aber in authentischen Wahrheitsbem√ľhungen gegr√ľndete Artikel, welche sind prinzipiell falsch im Sinne einer geisteswissenschaftlichen Froschungsausrichtung? Die Ans√§tze von Herrn Mayer in Bezug auf Meditation und der Versuch, damit die Gesellschaft zu erreichen, scheint mir sehr wertvoll. Ich w√ľrde an ihrem Artikel die Kritik anbringen, dass sie zwar auf wissenschaftliche Fundierung verweisen, aber in Bezug auf die hellsichtige Forschung keine Klarheit bringen, speziell in Bezug auf Corona. Diese Haltung erscheint mir nicht einer m√∂glichen Konstruktivit√§t oder differenzierten Stellungnahme Weiterentwicklung des Themas gerecht zu werden. Wenn man ehrlich ist – hat denn die Anthroposophische Gesellschaft hier eine klare geistige Einsch√§tzung der Situation? Oder wenigstens im Sinn des „Kompatibilit√§tskriteriums“ von Steiner der logischen Nachvollziehbarkeit eine dialektische Einsch√§tzung? Der Begriff der „Unwissenschaftlichkeit“ bereits im Titel finde ich jedenfalls sehr hart, denn dies ist ja auch der Standardvorwurf gegen√ľber der anthroposophischen geistigen Forschung. Mit Freundliche Gr√ľ√üen, Jonas Hofmeier

  6. Sehr geehrte Damen und Herren, leider kenne ich das angef√ľhrte Buch noch nicht. Zu beachten ist jedoch die Aussage der 50 Autoren, vermutlich selbst anthroposophische Mediziner, dass diese sich, bei Ver√∂ffentlichung ihrer Person, den Diffamierungen, usw. aussetzen w√ľrden. Dieser ungeheurliche Vorgang ist ja bereits seit fast 2 Jahren √ľblich geworden, gerade bei den vielen „Fachleuten“, deren Namen oder Organisationen hinreichend bekannt sind! Das Besondere in diesem Buch sind jedoch dort beschriebene, sogen. „√úbersinnliche Ph√§nomene“, die nur geisteswissenschaftlich geschulten Menschen zu eigen gemacht werden k√∂nnen. Solche Menschen sind allerdings nicht mit naturwissenschaftlichen Methoden zu beurteilen, daf√ľr braucht es schon eine geisteswissenschaftliche Methode, z.B. die des „Schulungsweges“, wie sie von Rudolf Steiner mitgeteilt wurde. Es sind dann diese „besonderen F√§higkeiten“, welche, wenigstens zum Teil, auch anthroposophische √Ąrzte haben sollten; spricht deshalb auch R. Steiner f√ľr die √Ąrzte von „Heilkunst“. Und gerade diese „Kunst“ erg√§nzt die „Naturwissenschaftlichkeit“ der „Schulmedizin“. Es ist geradezu die „Kunst“ das „Notwendige“ in seinem Beruf, was einen Mediziner heute auszeichnet, m√∂chte er mehr vom Menschen verstehen und helfen k√∂nnen. Mit unserer fast allgegenw√§rtigen „Wissenschaftsgl√§ubigkeit“, mit ihrer „spezivischen Beweisf√ľhrung“, lassen wir so allm√§hlich die „Kunst“ aus vielen Lebensbereichen verschwinden, nicht nur aus den anthroposophischen Bereichen. Als Maler und ehem. Professor f√ľr Kunst wei√ü ich, wovon ich spreche! Wenn wir also diesen 50 Autoren gerecht werden sollen, w√§re es zwar w√ľnschenswert, diese Menschen zu kennen, aber noch viel wichtiger ist es, bei ihnen eine gewisse „Ehrlichkeit“ und damit „Nachvollziehbarkeit“ und „Vertrauen“ zu erfahren. Wer von den Lesern hat schon diese geschulte „H√∂here F√§higkeit“ zur wirklichen Beurteilung einer Aussageg√ľltigkeit? Mit vielen Gr√ľ√üen verbleibe ich, Prof. Michael Kohr.

  7. Sehr geehrte Herren Schoen-Angerer, Girke, Soldner und Breitkreuz,

    Beim Lesen Ihrer Rezension musste ich feststellen, dass Sie mir nicht eine Hilfe zur Beurteilung des Buches vorgelegt haben (darin sehe ich den Sinn einer Rezension), sondern eine Verurteilung des Buches und diskriminierende Aussagen zum Autor und seinem Team gemacht haben.
    Selbst wenn Sie inhaltlich recht haben sollten (auf dieses Thema will ich hier nicht eingehen, das fordert eine intensive gemeinsame Auseinandersetzung √ľber mehrere Gespr√§chsstunden): Wozu dient eine solche Form der Kommunikation? Was wollen Sie damit erreichen?
    Ich habe Sie so verstanden, dass Sie als leitende Pers√∂nlichkeiten der med. Sektion/ anthrop. Medizin nicht nur die medizinische Seite von Corona souver√§n beurteilen, sondern auch genau wissen, was Steiner mit √ľbersinnlicher Forschung wollte, und wer die Kompetenz zu dieser Forschung besitzt. Ihre Beurteilungen machen aber nicht transparent, wo Sie M√§ngel sehen bei den Autoren, sondern sprechen eine sehr unkollegiale Verurteilung aus.
    Ihre anthroposophischen Kollegen bezeichnen sich im Buch als √úbende und Forschende im Bereich „√úbersinnliche Wahrnehmung“, (was f√ľr mich bis in die Formulierungsweise klar erkennbar wird), nicht aber als Mediziner und schon gar nicht als Experten zum Thema Corona. Sie bleiben klar in ihrem Fachbereich und verurteilen auch keiner Weise den Weg, den anthroposophische Mediziner gehen, die anders denken und wahrnehmen als sie selber. Sie wollen erg√§nzend zur anthroposophischen Medizin arbeiten, nicht in Konkurrenz oder im Sinne eines besser Wissens oder K√∂nnens.
    Schon allein der Blick auf Corona von Seiten eines Mediziners oder von Seiten eines spirituell √úbenden, heilenden und beratenden Menschen (daf√ľr gibt es leider keine Berufsbezeichnung), wird sicher unterschiedliche Wahrnehmungen zutage f√∂rdern, wobei nat√ľrlich ein Mediziner durchaus gleichzeitig beides k√∂nnen kann und viele der Autoren wohl auch Therapeuten etc. sein m√∂gen.
    Sie schreiben: „Die systematische, selbstkritische √úbung und Entwicklung √ľbersinnlicher Wahrnehmungsf√§higkeit ist ein erkl√§rtes Ziel des anthroposophischen Schulungsweges.“ Sie erw√§hnen aber nicht, worum es bei diesen √úbungen geht, somit bleibt intransparent, was Sie unter diesem Weg verstehen, wo sich die Autoren des Buches nicht daran gehalten haben, und wo Sie ihn in Steiners Werk verortet finden.
    Hier ein einziger sehr kleiner Aspekt aus „Wie erlangt man Erkenntnisse der h√∂heren Welten“ damit das Thema Schulungsweg wenigstens ansatzweise konkret fassbar wird:
    EIN REGES INNENLEBEN ENTWICKELN. Im TB auf S. 26 gibt Steiner eine sehr klare √úbung dazu: „…Er soll vielmehr in solchen Augenblicken in aller Stille nachklingen lassen, was er erlebt hat, was ihm die √§u√üere Welt gesagt hat.“
    Ich arbeite an dieser √úbung mit meine Klienten in folgender Weise:
    „Nimm dir Zeit, in aktiv zentrierter Aufmerksamkeit bei einer Wahrnehmung
    zu verweilen. Dann schaffe einen Moment der Stille und lasse durch passiv
    periphere Wahrnehmung den Nachklang (ein anderes Wort daf√ľr ist Resonanz) in dein
    Bewusstsein eintreten. Wenn du willst, gib dem Nachklang einen Ausdruck durch Worte,
    Farben oder etwas anderes, so dass er sich in deinem Bewusstsein
    verankert.“
    Ich habe es in meiner 12 j√§hrigen T√§tigkeit nur sehr selten erlebt, dass ein Klient keinen Nachklang erlebt hat. Dadurch wurde f√ľr mich eindr√ľcklich erlebbar, dass heute jeder Mensch Anlagen zur √ľbersinnlichen Wahrnehmung hat. Je besser der Zugang zu seinen Gef√ľhlen und Gedankenkr√§ften ist, desto klarer sind die Anf√§nge der Hellsichtigkeit. Ich nenne es lieber „Herzsichtigkeit“. Denn die seelisch-geistigen Hintergr√ľnde des Wahrgenommenen zeigen sich im eigenen Bewusstsein, wenn Herz und Gedankenkraft zusammenkommen.
    Im Weiteren gibt es im 8gliedrigen Pfad, √úbung 1,“Die richtige Meinung“ den Hinweis: ‚Äě…..bei Zuh√∂ren der Reden der Mitmenschen versuchen, ganz still zu werden in seinem Innern und auf alle Zustimmung, namentlich alles abf√§llige Urteilen und Kritisieren auch in Gedanken und Gef√ľhlen zu verzichten.“ Wenn man diese √úbung konsequent lebt, kann Boden entstehen f√ľr gegenseitiges Verst√§ndnis statt Verurteilung.
    Es entsteht dabei folgende Erfahrung: Durch das Verzichten auf das Urteil wird die Gewohnheit des beurteilenden Denkens verwandelt in die F√§higkeit, alle Elemente in einem grossen Kreis gleichzeitig, gleichwertig und folglich auch wertfrei nebeneinander zu schauen. Ich formuliere die Wirkung dieser √úbung so: ‚ÄěWenn du diesen Kreis in deinem Bewusstsein wertfrei halten kannst, er√∂ffnen sich deinem seelisch-geistigen Blick die Verbindungen und Zusammenh√§nge zwischen den einzelnen Aspekten: Du denkst nicht mehr ausschliessend sondern einschliessend und verwandelst so Vorstellung in Bewusstsein.‚Äú
    Ich w√ľnsche Ihnen Mut, Kreise f√ľr gemeinsames Bewusstsein zu schaffen, wo die unterschiedlichen Anstrengungen der Menschen, die sich um die Not, die Corona und die gesellschaftlichen Begleiterscheinungen ausl√∂sen, ihren Platz haben. Die Wirksamkeit selber wird das Urteil sprechen, keiner von uns Menschen muss sich mehr dazu hergeben, seine Mitmenschen zu verurteilen.
    Mit freundlichen Gr√ľssen, Pascale Fischli, Psychologische Beraterin, Villeret

  8. Meine Einsch√§tzung des Buches von Thomas Mayer ist, dass es keinesfalls einen Anspruch auf wissenschaftliche Objektivit√§t im Sinne der klassischen Naturwissenschaften erhebt. Ich sehe es als Betrachtung. Und betrachten kann, darf und soll jeder von uns! Das Buch ist, grob gesagt, einerseits eine Sammlung von verschiedensten pers√∂nlichen Beobachtungen auf sinnlicher und √ľbersinnlicher Basis, die dem Leser zur eigenen Beurteilung vorgelegt werden und zweitens eine Darstellung von zum Denken anregenden Fakten, die allesamt sauber und vollst√§ndig mit Quellenangaben versehen sind.

    Dennoch: man wird auch hier, zugegebenermassen, wie in jedem Werk, egal, aus welcher Ecke es kommt, gewisse Schwachstellen finden, wenn man danach sucht. Diese lassen sich beliebig aufblasen oder ohne den notwendigen Kontext zitieren, sofern dies beabsichtigt ist. Doch wenn man Thomas Mayer schon mangelnde Seriosit√§t vorwirft: Wie seri√∂s ist diese Art von Buchbesprechung, wenn man √ľberhaupt von einer solchen reden m√∂chte, so unausgewogen wie dieser Artikel daher kommt? Kein einziger w√ľrdigender Satz, das ist schon dicke Post. Bei allem Respekt, aber hat √ľberhaupt jeder der Unterzeichner seine Hausaufgaben gemacht und das Buch mindestens ein Mal von Anfang bis zum Schluss gelesen? Und was soll mit dem populistisch-reisserischen Titel bezweckt werden? Das Wort ¬ęmanipulativ¬Ľ ist ja zum Gl√ľck nur allzu offensichtlich ein Rohrkrepierer der vier Autoren. Solcher Journalismus geh√∂rt f√ľr mich nicht ins Goetheanum!

    Dass sich die an dem Buch beteiligten Menschen durch nicht Offenlegung ihrer Namen sch√ľtzen wollen, entspricht sicher nicht dem wissenschaftlichen Modus Operandi, es ist mir aber unter den gegebenen Bedingungen mehr als verst√§ndlich, sind doch Diffamierungen, Jobverlust bis hin zu massiven Drohungen aufgrund von abweichenden Meinungen heute an der Tagesordnung, nota bene in unserer so genannt freien Gesellschaft mit ihrem angeblich so hohen Toleranzspektrum f√ľr Minderheiten‚Ķ(!)

    Dem Buch wird eine verschw√∂rerische Grundhaltung vorgeworfen. Nun, dass grunds√§tzlich und unabh√§ngig von diesem Buch solche Tendenzen existieren, auch in anthroposophischen Kreisen, und dass diese durchaus problematisch sind, m√∂chte ich nicht bezweifeln. Und doch finde ich im konkret vorliegenden Text die allermeisten sogenannten Behauptungen ausreichend bis gut durch Quellen belegt. Dass einiges, was uns in den vergangenen zwei Jahren in der Tagespresse und von Seiten der Politik aufgetischt wurde, auf L√ľgen und Ungereimtheiten aufgebaut ist, das ist inzwischen trotz aller ¬ęFaktenchecker¬Ľ und Vernebelungsversuche allgemein bekannt. Wenn einzelne dieser Aspekte in dem Buch angesprochen werden, hat das f√ľr mich mit Verschw√∂rung nicht das Geringste zu tun ‚Äď es geht mehr darum, ob man hinschauen will (oder darf) oder nicht. Also, liebes Goetheanum und gesch√§tzte Autoren: greifen Sie bitte nicht in dieselbe journalistische Schublade, wie dies schon andere Medien im √úberfluss tun. Anstatt andere der Verschw√∂rung zu bezichtigen (wer gibt eigentlich Ihnen das Recht zu sagen, was Verschw√∂rungstheorie ist und was nicht?) w√§ren in meinen Augen mehr mutige, klare Statements angesagt, die halt unter Umst√§nden auch mal dem Mainstream einen Schuss vor den Bug setzen. Statt dessen sp√ľre ich vor allem Anpassung und Hilflosigkeit, bei der man sich zumindest nicht die Finger dreckig macht.

    Das schlecht Reden von anders oder unkonventionell Denkenden und die damit einhergehende Spaltung hat ja leider auch in der Anthroposophie eine gewisse Tradition ‚Äď das ging bereits zu Steiners Zeiten los und ein Ende ist offensichtlich nicht abzusehen. Doch damit, liebe Mitmenschen, kommen wir keinen Schritt weiter. So wie ich die Anthroposophie verstehe (ich selbst w√ľrde mich als Langzeit-Lehrling der Anthroposophie bezeichnen), beinhaltet diese immer und immer wieder die Erneuerung, sonst kann sie √ľberhaupt nicht funktionieren, sonst k√∂nnen wir die aktuellen Herausforderungen nicht angehen, die Probleme der neuen Zeit nicht l√∂sen, denn Probleme kann man NIE aus dem Denken heraus l√∂sen, aus dem sie entstanden sind. Aus dem Blickwinkel eines ¬ębewahrenden oder konservierenden Anthroposophen¬Ľ mag ein Buch wie das Mayers vielleicht eine Gefahr darstellen. Aber wer nimmt sich denn hier das Recht heraus, die g√ľltigen Standards in der Anthroposophie zu setzen, wer masst sich hier an, zu verk√ľnden, was genau Wissenschaftlichkeit im Sinne des anthroposophisch erweiterten Menschenbildes ist oder zu sein hat?

    Haben wir es genau hier nicht auch mit dem Kernproblem unserer heutigen Zeit zu tun: der Angst? Wir stecken durch die Vorkommnisse der j√ľngsten Zeit in einer kollektiven Angstneurose, die sogar viele Kriterien einer Hypnose erf√ľllt. Das klare, ich-hafte Denken setzt aus, wir sind fremdbestimmt, der gesunde Menschenverstand geht fl√∂ten. Damit einher geht doch auch die Angst vor unkonventionellem Denken und neuen, undogmatischen Erkl√§rungsversuchen. Betonung auf ¬ęVersuchen¬Ľ. Denn bei Versuchen f√§ngt alles an. Und diese bringen naturgem√§ss immer ein gewisses Mass an Kontroverse mit sich, das soll und muss so sein.

    Auch wenn die Form, wie es daher kommt, sicherlich noch Entwicklungspotential hat – ich pers√∂nlich halte das, was Thomas Mayer schreibt und tut f√ľr mutig und interessant. Was nun aber der Anthroposophie wirklichen, echten Schaden zuf√ľgt und ob das Buch daran Anteil hat, das kann sich jetzt an dieser Stelle jeder selbst √ľberlegen. Ich sage nur: B√ľhne frei f√ľr Menschen, die sich mit ihren Ideen und m√∂glichen neuen Wegen exponieren, so lassen wir fixe Normen hinter uns und gelangen zur lustvoll erfahrbaren Lebens-Kunst! Was davon Bestand hat, wird allein die Zukunft zeigen. Und nicht zuletzt: schauen wir doch, dass wir in unserer Mitte, im Herzen bleiben, anstatt ins (Ver-)Urteilen zu verfallen.

  9. Moin aus dem hohen Norden!
    Als ich anfing, das Goetheanum zu lesen, gab es viele Leserbriefe und Kommentare, die sich sehr kritisch und zT auch herabw√ľrdigend mit √Ąusserungen anderer Menschen auseinandersetzten.
    Das habe ich häufig als selbstgerecht und unangenehm empfunden.
    Entweder – oder, leider nicht sowohl als auch.
    Irgendwann hörte das auf, ich profitierte von positiv formulierten, anregenden und inhaltlich sehr informativen Berichten.
    Vor einiger Zeit gab es eine Rezension von dem Buch von Iris Paxino „Gespr√§che mit der Engelwelt“.
    Hier bemerkte ich zum ersten Mal wieder dieses Aburteilen …..warum kann man nicht die Vielfalt w√ľrdigen?
    Man muss dieses Buch nicht gut finden, aber man muss es auch nicht auseinanderpfl√ľcken.

    Als ich den Artikel √ľber Thomas Mayer las, war ich fassungslos.
    Wie kann man einen Menschen, der sich ernsthaft mit Meditation und √ľbersinnlicher Forschung besch√§ftigt, so verunglimpfen, und dann noch im Goetheanum?
    Ich kenne Thomas Mayer persönlich als einen Menschen, dem Meditation auf anthroposophischer Grundlage ein großes Herzensanliegen ist.
    Als die Coronapandemie begann, haben die anthroposophischen √Ąrzte einhellig die Impfung begr√ľsst, auch „wenn man noch nicht alles dar√ľber wei√ü“.
    Von den geforderten Langzeitstudien ist mir nichts bekannt, und immer mehr werden Impfnebenwirkungen, Impfschäden etc bekannt.
    √Ąrzte, die nicht mehr impfen wollen , weil sie Bedenken bekommen haben, werden zT massiv angegriffen, auch von Entlassungen hat man schon geh√∂rt.
    Ich kann zwar verstehen, dass die medizinische Sektion sich ob der Angriffe auf die Anthroposophie nicht laut in die 1.Reihe stellen Рaber Ansatzpunkte, wie man dieses Geschehen geistig verstehen könnte, gab es in meinen Augen sehr wenig.
    Ich kenne viele, die das Buch von Thomas Mayer (einschlie√ülich meiner Person)sehr dankbar gekauft und weiter gegeben haben, da sich hier M√∂glichkeiten √ľber die Hintergr√ľnde auftaten.
    Dieses Buch hat mir und allen, die ich kenne, keine Angst gemacht , im Gegenteil!
    Es hat mir Mut gemacht, besser zu verstehen, was da gerade passiert und wie man gut damit umgehen kann.
    Auch die Bedenken gegen die Impfungen, die bei mir immer stärker wurden, konnte ich mir durch die Forschungen von Thomas Mayer erklären.
    Ich h√§tte mir gew√ľnscht, dass von den anthroposophischen √Ąrzten dazu mehr gekommen w√§re…stattdessen nun dieser Artikel.
    Ich h√§tte mir auch gew√ľnscht, dass dieses „Gespr√§ch“ pers√∂nlich zwischen den Betroffenen stattgefunden h√§tte und nicht in der √Ėffentlichkeit.
    Sehr dankbar bin ich √ľber das Buch von Peter Self: „Geistiges √úberleben“, wo er uns daran erinnert, welche Aufgabe die Anthroposophie in der jetzigen Zeit hat.
    Er verweist auch auf Bernard Lievegoed und dessen Autobiographie „Durch das Nadel√∂hr“ und sein letztes Verm√§chtnis „√úber die Rettung der Seele“ (aufgeschrieben von Jelle van der Meulen).
    Diese B√ľcher kann ich nur w√§rmstens empfehlen.
    Lievegoed schaut auf das Geschehen von 1921, also 100 Jahre zur√ľck.
    Damals wurde die Anthroposophie samt Rudolf Steiner auch massiv angegriffen, auch in den Medien.
    Lievegoed sagt im Grunde voraus, dass die Angriffe sich wiederholen werden, er sch√§tzt, dass der „Tiefpunkt des Kampfes zwischen 2020 und 2040 liegen wird“ und fragt sich, ob die Anthroposophie und deren Mitglieder darauf vorbereitet sind.
    Das zuk√ľnftige Wirken Ahrimans wird sehr genau geschildert und man glaubt, er beschreibt unsere Zeit, samt Wirken der Pharmaindustrie und wie wichtig es ist, sich mit den Strategien derGegenm√§chte auseinanderzusetzen.
    Vieles von dem findet man bei Thomas Mayer wieder.
    Man muss nicht mit allem einverstanden sein, aber hellsichtige Wahrnehmungen in der geistigen Welt, die Steiner uns ja auch immer wieder zur Verf√ľgung stellt, ist eben etwas anderes als evidenzbasierte Forschung.
    Die vernichtende Kritik an dem Buch macht mich sehr betroffen und erinnert mich an fr√ľhere Zeiten…
    Zum Schlu√ü noch einmal Lievegoed (1992 in „√úber die Rettung der Seele“):
    Es geht um die Zukunft und die großen geistigen Linien, die helfenden Mächte und die Kräfte der Zerstörung.
    Lievegoed ist der Meinung, dass die Anthroposophische Gesellschaften in den 30er Jahren ihr Mitspracherecht verwirkt hat, weil sie sich selbst zerstritten habe, ohne sich um die abgr√ľndige Not der Zeit zu k√ľmmern.
    Er rechne damit, dass sich diese Geschichte in gewisser Weise, wenn auch in anderer Zeit wiederholt, denn:
    „die geistigen M√§chte, die den Nationalsozialismus inspiriert haben, sind nicht tot. Die warten auf eine neue Chance, und die wird sicher kommen.Du brauchst dich nur umzuschauen!
    Nat√ľrlich werden sich die M√§chte des B√∂sen auf eine v√∂llig neue Art manifestieren, v√∂llig anders als in den drei√üiger Jahren. Und es ist sehr die Frage, ob die anthroposophische Bewegung diesmal tats√§chlich darauf vorbereitet ist.“
    „In der medizinischen Bewegung wird das Syndikat der pharmazeutischen Industrie, die √ľber Milliarden verf√ľgt, mit „sozialer Gewalt“ bestimmte Produkte auf den Markt dr√ľcken und andere dagegen zur√ľckhalten. Auch solche Produkte, von denen man wei√ü, dass sie f√ľr Menschen sch√§dlich sind, werden mit vollem Wissen verbreitet werden. Die pharmazeutische Industrie wird alle verf√ľgbaren Mittel einsetzen, um die anthroposophische Medizin mundtot zu machen.“
    Er f√ľgt noch an:
    „Doch untergr√ľndig wird die anthroposophische Bewegung wachsen“.

    Was f√ľr ein mutiger,gro√üartiger, weisheitsvoller Mann!

    Reinhild Dirks

  10. Vielen Dank! Ich w√ľrde mir mehr derartige Positionierung von den Institutionen der Anthroposophie w√ľnschen.

    Wir haben das Buch geschenkt bekommen. Ich kann mich ihrer Kritik nur anschließen.

    Es blutet mir das Herz, wenn man weiss, wie wichtig es Rudolf Steiner war, die Geisteswissenschaft zu „unter das Volk zu bringen“. Wenn man liest, wie sie sch√ľtzen kann.
    Mit diesem Buch erreicht der Autor seine Echokammer sowie Menschen die schon in Angst und Unsicherheit leben. Ja, diese werden noch mehr verängstigt. Alle anderen schreckt er ab und fördert Vorbehalte gegen die Anthroposophen und die Geisteswissenschaft.

    Es baut ein unheimliches Bedrohungsszenario auf.
    Die Qualifikation der 50 Hellsichtigen ist in keiner Weise dargelegt und nachvollziehbar. Es gibt gerade in diesem Bereich viele, die sich berufen f√ľhlen und glauben, Zugang zur Wahrheit zu haben. Leider kommen dabei viele verschiedene und sich widersprechende Wahrheiten ans Licht der Welt. Da kann man sich dann die passende aussuchen?

    Es ist auch manipulativ geschrieben Рim Zweifelsfall nimmt Thomas Mayer in seinem Sinne an, aus Möglichkeiten werden Gewissheiten. Es sind auch Fehler darin (die immer passieren können).

    Da fehlt so ziemlich alles, was einem Rudolf Steiner f√ľr jedweden Erkenntnisweg in jedweder Welt empfiehlt!

  11. Als eine Buchrezension als abw√§gende Beurteilung kann man den Beitrag leider nicht bezeichnen. Er ist zu deutlich der Versuch, den durch einen eventuell kommenden Mediensturm f√ľr die anthroposophische Medizin entstehenden Schaden durch Abgrenzung vom Buch zu verringern. So verst√§ndlich die Sorge als Triebkraft f√ľr den Artikel ist, sollte sie doch weniger Raum bekommen. Es wird damit kaum etwas gewonnen werden k√∂nnen, der bef√ľrchtete Sturm wird sich nicht beeinflussen lassen. Dagegen wird durch das stark Antipathische, durch das Zur√ľcksto√üen des Buches, seiner Autoren und seiner positiven Leser erst einmal eine Spaltung der anthroposophischen Bewegung gef√∂rdert. Der gesellschaftliche Riss, der so auch durch die Bewegung l√§uft, vom Buch schon verst√§rkt, wird durch die Rezension nur gr√∂√üer. Schade! Ich habe nat√ľrlich keine Patentl√∂sung und will nicht als Besserwisser auftreten, aber eine neutralere, mehr erkenntnisf√∂rdernde Grundhaltung w√§re gut gewesen.

  12. Ein Bekannter war vor einiger Zeit bei einem Seminar von Th.Mayer, wo es um den Kontakt zu Verstorbenen ging. Nach einer halben Stunde hatten alle 50-60 Teilnehmenden „Kontakt zu ihren Verstorbenen“ und redeten munter davon…

    So viel zur Seriosität seiner Arbeit.

    Und dieser Bekannnte ist ansonsten ähnlichen spirituellen Erfahrungen eher zugeneigt, war aber von dem dortigen Vorgehen selbst befremdet.

  13. Das sehe ich auch so. Der Beitrag ist voreingenommen. Warum meint die Anthroposophie sich neuerdings dem Impfnarrativ anbiedern zu m√ľssen.
    Die staatl. Institutionen und die Mainstreammedien lassen nichts aus, um sog. „Impfskepiker“ in den Dreck zu ziehen. Von daher sollte man es wohl auch zulassen k√∂nnen, dass ein Buch auch mal eine Gegenseite darstellt.

  14. Ich habe nun die Rezension und alle Kommentare zur Rezension und zum Buch und das Buch selber gelesen und werde davon m√ľde und etwaa traurig. Es spricht meiner Empfingung gem√§ss aus der Rezension eine gewisse Angst, dass die Anthroposophie auf ein gesellschaftliches Abstellgleis geraten k√∂nnte. Meiner Meinung nach sollte aus Aengsten heraus nicht geschrieben oder gar ver√∂ffentlicht werden.

  15. Ich m√∂chte den Autoren ausdr√ľcklich f√ľr diesen Artikel danken. Ich selbst hatte versucht mit Thomas Mayer √ľber √§hnliche Fragen in einen Austausch zu kommen und wurde auf sehr arrogante Weise abgetan. Diese klaren Aussagen des Artikels zu diesem Buch, dass gro√üen Schaden anrichten wird, tun gut zu lesen.

  16. Ich habe das Impfbuch von TM noch nicht ganz bis zur Hälfte durchgelesen. Und ich weiss auch noch nicht, ob ich wirklich weiterlesen will. Zu diesem Buch interessiert mich eigentlich zunächst nur eine einzige Frage:
    Sind die Impffolgen der Corona-Impfungen wirklich so, wie TM sie uns schildert? Entsprechen die uns von TM geschilderten Impffolgen der Wirklichkeit, der Wahrheit?
    Falls ja, hat die Menschheit ein ganz gewaltiges Problem, eines apokalyptischen Ausmasses!
    Falls nicht, hat die Menschheit ja noch einmal Gl√ľck gehabt, und wir w√ľnschen TM gute Besserung, verbunden mit der Bitte, falls er wieder einmal solche Albtr√§ume haben sollte, diese doch f√ľr sich zu behalten.

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