Unsterblich

Jede Seele ist unsterblich; denn das stets Bewegte ist unsterblich.
Was aber ein anderes bewegt und von einem anderen bewegt wird,
das hat, sofern es ein Aufhören der Bewegung hat,
auch ein Aufhören des Lebens.

Aus: Platon, Phaidros, in: SĂ€mtliche Werke. Band 2, Berlin, 1940


Es liegt nicht in der Natur der Seele, zu erstarren oder zu versteinern. Sie will in Bewegung bleiben. Sie will aber nicht nur von außen bewegt werden, sondern ihre eigene Existenz erfordert, dass sie selbst die Quelle ihrer Bewegung ist, dass sie selbst der Ursprung, die Arche ist. Selbst wenn dies gegen den Strom der Menge und der Mode geht. In einer stĂ€ndigen Bewegung, die sich in ihr selbst grĂŒndet, liegt das Leben der Seele, also die Substanz der Menschlichkeit. Louis DefĂšche


Zeichnung von Philipp Tok

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