Die Sorge

Ein Chassid klagte dem Kozker seine Armut und Bedrängnis.

«Sorge nicht», beschied ihn der Rabbi. «Bete mit deinem ganzen Herzen zu Gott,

und der Herr des Erbarmens wird sich deiner erbarmen.»

«Ich weiß aber nicht», redete jener weiter, «wie ich beten soll.»

Mit aufwallendem Mitleid sah ihn der Kozker an.

«Da hast du freilich», sprach er, «eine große Sorge.»

Martin Buber, aus: Hundert Chassidische Geschichten, Zürich 1966, S. 12.


Zu wissen, wie sich der Sorge begegnen lässt, löst das Sorgen selbst. Johanna Lamprecht


Zeichnung von Philipp Tok

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