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Das Mysterium der Erde

Die Corona-Pandemie kommt nicht aus heiterem Himmel. Sie lÀsst sich als Antwort der Natur auf mangelnde ökologische Einsicht der modernen Gesellschaft verstehen. Ein Ruf der Erde nach Wandel. Das erkennen verantwortungsvolle Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, das spricht aus Hinweisen Rudolf Steiners.


In der MĂ€rzausgabe der Zeitschrift â€čMonde diplomatiqueâ€ș schrieb die US-amerikanische Wissenschaftsjournalistin Sonia Shah, Autorin des Buches â€čPandemic: Tracking Contagions, from Cholera to Ebola and Beyondâ€ș (New York 2015(1)), einen bemerkenswerten Aufsatz mit dem Titel â€čWoher kommt das Coronavirus?â€ș(2). Es gehe darum, so betont sie, «zu erkennen, dass unsere zunehmende Verwundbarkeit durch Pandemien eine tiefere Ursache hat: die immer raschere Zerstörung von LebensrĂ€umen». Shah berichtet in ihrem Beitrag ĂŒber die in großer Zahl neu aufgetauchten krankmachenden Erreger des 20. und 21. Jahrhunderts, von HIV ĂŒber Ebola bis zu den Coronaviren, und sie beschreibt die UmstĂ€nde dieses Geschehens. Sie schildert die zerstörten LebensrĂ€ume vieler Arten und das Ausweichen der Tiere, die die Erreger ĂŒbertragen, in die NĂ€he menschlicher Siedlungen («Ebola ist ein gutes Beispiel dafĂŒr. Als Ursprung des Virus wurden verschiedene Fledermausarten identifiziert. Eine 2017 durchgefĂŒhrte Untersuchung hat gezeigt, dass AusbrĂŒche des Virus hĂ€ufiger in solchen Gebieten Zentral- und Westafrikas vorkamen, in denen kurz zuvor WĂ€lder in großem Stil gerodet worden waren. Wenn man die BĂ€ume der FledermĂ€use fĂ€llt, zwingt man sie, auf BĂ€ume in unseren GĂ€rten und auf unseren Farmen auszuweichen.») Auch bei Krankheiten, die von MĂŒcken ĂŒbertragen werden, wurde, so Sonia Shah, ein Zusammenhang zwischen dem Auftreten von Epidemien und der Abholzung festgestellt, des Weiteren bei Zeckenkrankheiten. Weiter hebt sie hervor: «Nicht nur der Verlust von LebensrĂ€umen vergrĂ¶ĂŸert das Risiko von KrankheitsausbrĂŒchen, sondern auch, wie wir mit Tieren umgehen, die fĂŒr den menschlichen Verzehr vorgesehen sind.» Sha berichtet vom illegalen Handel oder den sogenannten Wet Markets, MĂ€rkten, auf denen lebendige oder frisch geschlachtete Tiere gehandelt werden, und von der physischen NĂ€he von Tieren, die sich in der freien Natur niemals begegnet wĂ€ren («und die Mikroben können fröhlich vom einen zum anderen wandern») – «Genau auf diese Weise konnte 2002/03 das Coronavirus entstehen, das fĂŒr die Sars-Epidemie (Schweres Akutes Atemwegssyndrom) verantwortlich war, und möglicherweise ist dies auch der Ursprung des neuen Coronavirus.» Shah arbeitet auch heraus, dass Tiere, die im System der industriellen Fleischproduktion vor ihrem Tod im Schlachthof auf engstem Raum zusammengepfercht werden, ideale Bedingungen fĂŒr die Verwandlung von Mikroben in tödliche Krankheitserreger generieren – und beschreibt noch zahlreiche weitere Wege in die Epidemie und potenzielle Pandemie.

Die ZusammenhĂ€nge sind erschreckend und eindrucksvoll zugleich. Sie weisen, wie so vieles in der Gegenwart, auf die ĂŒbergreifende Zivilisationskrise hin – und auf die Folgen falscher, antiökologischer Politik, die immer mehr auf die Menschen zurĂŒckschlagen und ohne Richtungswende in Not und Elend fĂŒhren.

Die ZusammenhĂ€nge, die sie auf knappem Raum zur Darstellung bringt, sind erschreckend und eindrucksvoll zugleich. Sie weisen, wie so vieles andere in der Gegenwart, auf eine ĂŒbergreifende Zivilisationskrise hin – und auf die Folgen falscher, antiökologischer Politik, die immer mehr auf die Menschen zurĂŒckschlagen und, ohne entscheidende Richtungswende, in Not und Elend fĂŒhren. «Die Bestrebungen der Trump-Regierung, die Industrie von allen Umweltauflagen und sonstigen EinschrĂ€nkungen zu befreien, wird in den USA unweigerlich dazu fĂŒhren, dass immer mehr LebensrĂ€ume zerstört werden, und das begĂŒnstigt wiederum die Übertragung tierischer Mikroben auf den Menschen  »


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«Krankheitserreger furchtbarster Art»

Mitunter wird behauptet, Bakterien oder Viren wĂŒrden in der Anthroposophischen Medizin nicht hinreichend ernst genommen. Dem ist jedoch nicht so. Bereits Rudolf Steiner Ă€ußerte sich keineswegs nur kritisch ĂŒber eine aus dem Ruder laufende «Bazillenfurcht» und «Hygiene»-Obsession als «modernen Aberglauben»(3), sondern er warnte auch vor der gefĂ€hrlichen RealitĂ€t von «Krankheitserregern furchtbarster Art»(4), die zu «Zerstörern des Menschenlebens»(5) werden und «schreckliche Epidemien»(6) mit sich bringen können. Er beließ es jedoch nicht dabei – und es ist gegenwĂ€rtig von Bedeutung, daran zu erinnern. In Steiners gesamtem Werk finden sich immer wieder Hinweise darauf, wie wichtig es ist, die innere Widerstandskraft der Menschen gegen Bakterien und «Bazillen» zu stĂ€rken (unter die Steiner umgangssprachlich auch die Viren subsummierte), durch eine entsprechende ErnĂ€hrungs- und Lebensweise (7), aber auch durch eine innere, seelisch-geistige Haltung.(8) Das abendliche Einschlafen mit «Furcht» und in «materialistischer Gesinnung» bereite den «NĂ€hrboden» fĂŒr das pathogene Wirksamwerden ubiquitĂ€r verbreiteter Keime, so Steiner(9); die innere Haltlosigkeit durch Furcht, auch durch «Hass» oder «Schrecken» schwĂ€che die Menschen, einzelne oder ganze Gemeinschaften, und ermögliche das Auftreten grĂ¶ĂŸerer Epidemien.(10) Er skizzierte in VortrĂ€gen den weiteren Zusammenhang zwischen dem kulturellen Habitus von «LĂŒge, Verleumdung, Heuchelei» und dem Auftreten von infektiösen Krankheiten, vermittelt durch eine VerĂ€nderung der elementaren KrĂ€ftewelt (11) – ein Hinweis, der angesichts einer weltweiten AtmosphĂ€re von Fake News und Diffamierungen aller Art seit Jahren sehr zu denken gibt. (12) «Bazillen» können, so Steiner, in gewisser Hinsicht geradezu als «physische verkörperte LĂŒgendĂ€mone» angesehen werden (13) – wobei zu beachten ist, dass hier nicht von einer individuellen Problematik des Menschen die Rede war, sondern von den destruktiv wirksam werdenden «LĂŒgen» der Zivilisation (wie ihr rĂŒcksichtsloser Konsumlebensstil mit Zugrunderichtung ganzer Schöpfungsreiche und das perfide System der destruktiven, in sich verlogenen «Externalisierungsgesellschaft» (14). Mitunter sprach Rudolf Steiner von «Bazillen» geradezu als «ahrimanischen Wesenheiten» (15) und Erscheinungsformen anti-michaelischer KrĂ€fte (16). Am 14. Oktober 1917 beschrieb er einmal mehr den Kampf Michaels mit Ahriman in den ĂŒbersinnlichen Welten im Verlauf des dramatischen 19. Jahrhunderts, die Niederlage Ahrimans und sein «Zur-Erde-geworfen-Werden» und sagte in diesem Zusammenhang: «Da gab es [
] einen solchen Kampf, durch den diese ahrimanischen Scharen, nachdem sie heruntergeworfen waren auf die Erde, alle diejenige Bevölkerung der Erde in den Bereich der Erde hereingebracht haben, die man heute im Ă€rztlichen Leben als die Bazillen bezeichnet. All das, was man als BazillenkrĂ€fte aufweist, woran Bazillen einen Anteil haben, ist ebenso eine Folge davon, dass einmal ahrimanische Scharen vom Himmel auf die Erde geworfen worden sind, dass der Drache besiegt worden ist, wie es eine Folge eines solchen Sieges ist, dass die ahrimanisch-mephistophelische Denkungsweise seit dem Ende der Siebzigerjahre Platz gegriffen hat. Sodass man sagen kann: Auf materiellem Gebiete haben die Tuberkel- und Bazillenkrankheiten einen Ă€hnlichen Ursprung wie der gerade jetzt vorhandene Verstandesmaterialismus [und das nationalistische und rassistische Denken] auf geistig-seelischem Gebiete; [diese] Dinge gleichen sich im höheren Sinne durchaus.» (17)

Eine deutliche Sprache reden um uns die Zeichen der Zeit. Natur, sich wandelnd, stellt an uns die ernste Frage, ob wir das Denken wandeln wollen, ob wir erkennen wollen, dass aus Wirrnis und Leid nicht Vernichtung, sondern Vergeistigung des Menschen als des Kosmos Forderung uns erscheint. — Ita Wegman

Inhaltliche BezĂŒge dieser Art sind dem Alltagsbewusstsein weitgehend fremd – und sie wurden, so Steiner, ĂŒber Jahrhunderte auch nur in verborgenen Gemeinschaften wie den Rosenkreuzern bewegt. («In allen Geheimschulen Europas spricht man davon, dass die ganzen Bakterienkrankheiten der modernen Zeit einen Ă€hnlichen Ursprung haben. Die Bazillenkrankheiten werden auf ihren geistigen Ursprung zurĂŒckgefĂŒhrt. Das ist eine esoterische Tradition bei den Rosenkreuzern und in anderen Geheimschulen, wo diese Dinge gelehrt werden.» (18)) Versteht man jedoch den Zusammenhang, der zwischen der materialistischen Denkweise – im Hinblick auf die Selbst- und Weltanschauung des Menschen – und dem zivilisatorischen Lebensstil besteht, der als Folge einer solchen Haltung praktiziert wird, so erscheinen Steiners Aussagen zur spirituellen Dynamik des Geschehens alles andere als abwegig – und können als Hintergrundkommentar der AusfĂŒhrungen von Sonia Shah gelesen werden. In einem Stockholmer Vortrag vom 17. April 1912 und in einer esoterischen Stunde in Köln am 9. Mai 1912 (einen Tag nach seinen ersten AusfĂŒhrungen ĂŒber eine zu schaffende Plastik des «MenschheitsreprĂ€sentanten» aus KrĂ€ften des Staunens, der Liebe und des Gewissens (19)) wies Rudolf Steiner sogar auf die Beziehung hin, die zwischen der TierquĂ€lerei fĂŒr den Massenkonsum von Fleisch und dem Auftreten von «Bazillen» und durch «Bazillen» auftretenden Krankheiten besteht.(20)


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Ita Wegman und das Mysterium der Erde

Das erste Heft des vierten Jahrgangs ihrer â€čNaturaâ€ș-Zeitschrift (â€čEine Zeitschrift zur Erweiterung der Heilkunst nach geisteswissenschaftlicher Menschenkundeâ€ș) eröffnete Ita Wegman Anfang 1929, knapp vier Jahre nach Rudolf Steiners Tod, mit einem eigenen Leitartikel, dem sie die Überschrift â€čDas Mysterium der Erdeâ€ș gab.(21) Es gehe darum, so Wegman, mit dem Heft des neuen Jahrgangs auf ein «neues Denken» aufmerksam zu machen, dem unbedingt in nĂ€chster Zukunft «Bahn» gebrochen werden mĂŒsse («Die Menschheitsentwicklung ist zugleich die Erdenentwicklung. Und das neue Denken ist bereits herangetreten an den Menschen, es kommt nur darauf an, es mutig zu ergreifen und konsequent durchzufĂŒhren auf allen Lebensgebieten.») Wegman veröffentlichte in dem genannten â€čNaturaâ€ș-Heft AufsĂ€tze von Rudolf Hauschka ĂŒber â€čDas Brot und die Erdeâ€ș, von Herbert Hahn ĂŒber â€čBrot und Bewusstseinâ€ș, von Walter Johannes Stein â€čVom Wandel der Erdeâ€ș und Lily Kolisko â€čÜber das Brot und das Quecksilberâ€ș – und schrieb selbst in grundsĂ€tzlicher Weise ĂŒber die Beziehung des Menschen und der Menschheit zur Erde. «Die Erde ist der Schauplatz der menschlichen Entwicklung. Doch ist sie dazu erst geworden, denn im tiefsten Grunde ist der Mensch geistig-seelischen Ursprungs. Der Körper des Menschen ist fĂŒr das Geistig-Seelische nur eine HĂŒlle. Die Entwicklung dieser HĂŒlle ist die Geschichte des Erdenmenschen und seiner irdischen Umgebung.» Wegmans Aufsatz sollte im 100. Jahr der Anthroposophischen Medizin eingehend studiert werden und gehört fraglos zu ihren bedeutendsten Texten – auch im Hinblick auf das, was sie in ihm zu «Merkur», dem antiken «SeelenfĂŒhrer» und heutigen «Erkenntnisspender und Impulsator des Handelns» niederlegte. Im letzten Teil ihrer Darstellung ging Wegman auf die durchchristete Anschauung von Reinkarnation und Karma im heutigen Michael-Zeitalter ein – «nicht nur von den wiederholten Erdenleben und vom Schicksal des Menschen ist nun [in dieser Kultur- und Bewusstseinsepoche] die Rede, sondern von der Beziehung der Menschen zueinander und zur Erde». «Die Verchristlichung dieser Lehre besteht darin, dass das Schicksal der Erde in die Menschenschicksale als mit einbezogen erkannt wird.» Die jetzt lebende Menschheit mĂŒsse sich fĂŒr das Schicksal des ganzen Erdplaneten immer mehr verantwortlich fĂŒhlen. «Die moderne Menschheit hat damit begonnen, die Erde als Ganzes durch den Verkehr und das Nachrichtenwesen zu umspannen. Sie hat sie im Wesentlichen Ă€ußerlich auch heute ganz in Besitz genommen. Dadurch entsteht fĂŒr die neuere Menschheit, was vorher noch niemals da war: ein SchicksalsverhĂ€ltnis zur Erde als Ganzes. Das wird immer bewusster ĂŒberschaut werden mĂŒssen.» Die Antike habe dem Menschen nur eine sehr beschrĂ€nkte Verantwortung auferlegt und die Weltlenkung im Wesentlichen den Göttern ĂŒberlassen; nun jedoch trage die Menschheit die Verantwortung fĂŒr das Sein und die Zukunft der gesamten Erde. «Naturprozess und Geschichtsvorgang, zuerst scharf getrennt, fangen an, immer mehr zu verschmelzen. Das war in alten Zeiten nur vereinzelt der Fall. Die herrliche Renaissance-Stadt Venedig steht im Meere auf PfĂ€hlen, die einst als Wald die Gebirge Dalmatiens bedeckten. Die Abholzung dieses Waldes bewirkte eine sich steigernde Klimaverschiebung. Was da am kleinen Beispiel betrachtet werden kann, das wird die Zukunft an grĂ¶ĂŸeren Beispielen realisieren.» Wenn die Menschheit versĂ€ume, ihrer Verantwortung gerecht zu werden, so werde sie in nĂ€chster Zukunft Naturerscheinungen gegenĂŒberstehen, «die sie zwar selbst bewirkt, aber nicht als von sich bewirkt erkennt». PhĂ€nomene wĂŒrden auftreten, fĂŒr die man keine ErklĂ€rung habe – die Natur, die bisher nach ewigen Gesetzen geordnet schien, werde scheinbar in Verwirrung geraten. «Wir stehen tatsĂ€chlich unmittelbar am Eingang dieser Weltsituation. Die Natur wird zu einem Spiegel des menschlichen chaotischen Verhaltens. Das zeigt sich in Katastrophen und AbnormitĂ€ten. Der Mensch erschaut sie im Naturspiegel, ohne in ihnen sein eigenes Spiegelbild zu erkennen.»


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Ita Wegman schrieb diese SĂ€tze Ende 1928 und veröffentlichte sie Anfang 1929, vor mehr als neunzig Jahren, drei Saturnrhythmen. Die Menschheit steht inzwischen nicht mehr nur «am Eingang» der von ihr skizzierten Epoche, sondern ist bereits mitten in ihr, wie an den Ereignissen der jĂŒngsten Vergangenheit und aktuellen Gegenwart abgelesen werden kann. «Das zeigt sich in Katastrophen und AbnormitĂ€ten  » – in den PhĂ€nomenen der KlimaverĂ€nderung und all ihren Folgen, am rasanten Artenschwund, an den Zerstörungen der irdischen Lebensgrundlagen und an den Epidemien, am inneren und Ă€ußeren â€čKlimaâ€ș der Menschheit in einer â€čglobalisierten Weltâ€ș. «Die Natur wird zu einem Spiegel des menschlichen chaotischen Verhaltens.»

Sonia Shah schildert in der â€čMonde diplomatiqueâ€ș Aspekte dieses «chaotischen Verhaltens» und seiner Folgen. Immerhin wird deutlich: Die ZusammenhĂ€nge und Verantwortungen werden zunehmend durchschaut, im Bereich des Klimas oder der «anthropogenen» Epidemien, wenn auch noch nicht in allen spirituellen HintergrĂŒnden. Die Konsequenzen aber mĂŒssen rasch gezogen werden, ehe es fĂŒr die Erde und die Menschheit auf Erden zu spĂ€t ist. In den Worten Ita Wegmans: «Eine deutliche Sprache reden um uns die Zeichen der Zeit. Natur, sich wandelnd, stellt an uns die ernste Frage, ob wir das Denken wandeln wollen, ob wir erkennen wollen, dass aus Wirrnis und Leid nicht Vernichtung, sondern Vergeistigung des Menschen als des Kosmos Forderung uns erscheint.»

Die Anthroposophie und ihr spirituelles Welt- und MenschenverstĂ€ndnis sind dabei von vordringlicher Bedeutung, aktuell und notwendiger denn je fĂŒr die Rettung und Heilung der Erde.(22) Es geht um praktische Schritte, im großen Ganzen, aber auch lokal – sowie um unverzichtbare «Ich-Akte» inmitten einer chaotischen Krise.(23)


Illustrationen: â€čHĂŒlle bildenâ€ș, Fabian Roschka, FrĂŒhling 2020.

(1) Vgl. https://soniashah.com/pandemic-the-book/.
(2  Vgl. https://monde-diplomatique.de/media/demo/woher_kommt_das_coronavirus.mp3 und https://www.thenation.com/article/environment/coronavirus-habitat-loss/
(3)  Rudolf Steiner, Fachwissenschaften und Anthroposophie (1920/21), GA73 a, Dornach 2005, S. 166.
(4) Rudolf Steiner, Wo und wie findet man den Geist? (1908/09), GA 57, Dornach 1984, S. 193.
(5) Rudolf Steiner, Grundelemente der Esoterik (1905), GA 93 a, Dornach 1987, S. 233.
(6) Rudolf Steiner, Aus den Inhalten der esoterischen Stunden (Band I: 1904–1909), GA 266 a, Dornach 2007, S. 414.
(7) Rudolf Steiner, Wo und wie findet man den Geist? A.a.O., S. 193 f. und Vom Einheitsstaat zum dreigliedrigen sozialen Organismus (1920), GA 334, Dornach 1983, S. 43.
(8) Rudolf Steiner, Wo und wie findet man den Geist? A.a.O., S. 194.
(9) Rudolf Steiner, Wie erwirbt man sich VerstĂ€ndnis fĂŒr die geistige Welt? Das Einfließen geistiger Impulse aus der Welt der Verstorbenen (1914), GA 154, Dornach 1985, S. 47; Unsere Toten. Ansprachen, Gedenkworte und MeditationssprĂŒche 1906–1924, GA 261, Dornach 1984, S. 15.
(10) Rudolf Steiner, Grundelemente der Esoterik, a.a.O., S. 233; Wie erwirbt man sich VerstÀndnis 
, S. 47.
(11) Rudolf Steiner, Natur- und Geistwesen – ihr Wirken in unserer sichtbaren Welt (1907–1908), GA 98, Dornach 1996, S. 240.
(12) Vgl. u. a. Albrecht MĂŒller, Glaube wenig. Hinterfrage alles. Denke selbst. Wie man Manipulationen durchschaut. Frankfurt a. M. 2019.
(13) Rudolf Steiner, Die Theosophie des Rosenkreuzers (1907), GA 99, Dornach 1985, S. 72; Rudolf Steiner, Das Hereinwirken geistiger Wesenheiten in den Menschen (1908), GA 102, Dornach 2001, S. 206.
(14) Vgl. Stephan Lessenich, Neben uns die Sintflut. Die Externalisierungsgesellschaft und ihre Praxis, Berlin 2016.
(15) Rudolf Steiner, Unsere Toten, a.a.O., S. 16.
(16) Rudolf Steiner, Grundelemente der Esoterik, a.a.O., S. 234; Rudolf Steiner, Aus den Inhalten 
 (Band I), a.a.O., S. 256 ff. und S. 414.
(17) Rudolf Steiner, Die spirituellen HintergrĂŒnde der Ă€ußeren Welt. Der Sturz der Geister der Finsternis (1917), GA 177, Dornach 1999, S. 162.
(18) Rudolf Steiner, Grundelemente der Esoterik, a.a.O., S. 233.
(19) Vgl. Peter Selg, Edith Maryon, Rudolf Steiner und die Dornacher Christus-Plastik, Dornach 2018, S. 21 ff.
(20) Rudolf Steiner, Okkulte Untersuchungen ĂŒber das Leben zwischen Tod und neuer Geburt. Die lebendige Wechselwirkung zwischen Lebenden und Toten (1912–1913), GA 140, Dornach 2003, S. 139 f.; Aus den Inhalten der esoterischen Stunden (Band II: 1910–1912), GA 266 b, Dornach 2010, S. 372/374.
(21) Ita Wegman, Das Mysterium der Erde. In: â€čNatura. Eine Zeitschrift zur Erweiterung der Heilkunst nach geisteswissenschaftlicher Menschenkundeâ€ș, 4. Jg., 1929/30, S. 1–6. Wiederabdruck in Peter Selg, Die Kultur der Selbstlosigkeit. Rudolf Steiner, das FĂŒnfte Evangelium und das Zeitalter der Extreme, Dornach 2006, S. 87–98. Der Text ist auch auf www.wegmaninstitut.ch verfĂŒgbar.
(22) Vgl. in dieser Hinsicht auch Guenther Wachsmuths wissenschaftliche Pionierarbeit â€čErde und Mensch – ihre BildekrĂ€fte, Rhythmen und Lebensprozesseâ€ș (1945), in der er auf ĂŒber 400 Seiten die Erde als einen lebendigen Organismus vorstellte. Der Mensch löse, so schrieb Wachsmuth im Vorwort zur Zweitauflage 1951, in immer stĂ€rkerer Weise «Wirkungen in weiteren Bereichen des Erdganzen und in den lebenden Organismen» aus, ohne eine hinreichende Einsicht in die «grĂ¶ĂŸeren ZusammenhĂ€nge solcher LebensvorgĂ€nge» zu haben, in ihre exogenen und endogenen Impulse, Dynamiken und Rhythmen. Die Erde aber sei mit ihren «komplexen Systemen», SphĂ€ren und HĂŒllen ein weisheitsvoll strukturierter «Leib», der einem «Lebewesen» zugehöre, und mĂŒsse in ihrer Ganzheit immer mehr verstanden und geschĂŒtzt werden. Vgl. diesbezĂŒglich auch Peter Selg, Klima-Wandel. Greta Thunberg und wir, Arlesheim 2020
(23) Vgl. Friedrich Doldinger, Der Wolkendurchleuchter. Doldingers Drama aus dem Jahr 1930, das vom Überleben einer spirituellen Michael-Gemeinschaft in einer apokalyptischen Situation handelt und von herausragender QualitĂ€t ist, wurde 2019 in kommentierter Form neu aufgelegt (Verlag des Ita-Wegman-Instituts).

  1. Die erste Zeichen fĂŒr den Beginn des globalen Großen Bewusstseinswandels (Åtherisierung des Blutes, Manifestation Christi und eine Neuordnung des zivilisatorischen Status der Menschheit) wurden von Rudolf Steiner fĂŒr 1930-1940 angekĂŒndigt. Ein bestialischer Krieg (es war kein "Welt"-Krieg, denn das Schlachthaus war Europa) unterbrach den Prozess. Nun kehren wir glĂŒcklich zu der großen Aufgabe zurĂŒck. Danke fĂŒr Ihre Worte. Es ist das erste Zeichen (seit Beginn der zu Unrecht so genannten "Viruskrise") fĂŒr eine mutige, reife und offene Sichtweise auf das Thema. (RG)

  2. Die erste Zeichen fĂŒr den Beginn des globalen Großen Bewusstseinswandels (Åtherisierung des Blutes, Manifestation Christi und eine Neuordnung des zivilisatorischen Status der Menschheit) wurden von Rudolf Steiner fĂŒr 1930-1940 angekĂŒndigt. Ein bestialischer Krieg (es war kein "Welt"-Krieg, denn das Schlachthaus war Europa) unterbrach den Prozess. Nun kehren wir glĂŒcklich zu der großen Aufgabe zurĂŒck. Danke fĂŒr Ihre Worte. Es ist das erste Zeichen (seit Beginn der zu Unrecht so genannten "Viruskrise") fĂŒr eine mutige, reife und offene Sichtweise auf das Thema.

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