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Auf Inspirationen kommt es an

An der kommenden Generalversammlung bittet der Vorstand die Mitglieder, die Ernennung von Ueli Hurter in den Vorstand zu bestÀtigen.


An der Versammlung der Mitarbeitenden Mitte Januar beschrieb Ueli Hurter nun die UmstĂ€nde und Ideen dieser Entscheidung. Bisher stelle er als Sektionsleiter dem Goetheanum die HĂ€lfte seiner Arbeitszeit zur VerfĂŒgung, da er daneben auf dem biologisch-dynamischen Hof L’Aubier bei NeuchĂątel verantwortlich tĂ€tig sei. Aus der halben Stelle werde mit der VorstandstĂ€tigkeit nun eine volle. Um fĂŒr solch eine Entscheidung Ja sagen zu können, beschrieb Ueli Hurter, mĂŒsse man in sich etwas entdecken, was bisher verborgen gewesen sei. Nur so könne man einen neuen Blick auf das scheinbar Vertraute richten. Das sei mithilfe der Kollegen in der Goetheanumleitung gut möglich gewesen, in dem Sinne, dass die Hochschule mit ihren Sektionen nicht existenzfĂ€hig wĂ€re ohne die Anthropsophische Gesellschaft und beide zusammen ein Ganzes bilden. Zu Hause habe sich dann in Familie, Hof und Unternehmen eine intensive Beratungszeit angeschlossen, sodass am 6. Januar die positive Entscheidung gefĂ€llt werden konnte. Den biologisch-dynamischen Landbau beschrieb er dann so, dass etwas vom menschlichen Vermögen in den Naturprozess hereingebracht werde, damit die Natur ĂŒber sich selbst hinaus wachsen könne. Das sei ein Agri-Kulturprozess, oder allgemein ein Kultivieren, und um Kultur «im Sinne einer Durchmenschlichung der Zivilisation» gehe es auch am Goetheanum. Als Landwirt lerne man dabei, immer aufs Ganze zu schauen. «Es ist nie so, dass man Verlust oder Gewinn an einem bestimmten Punkt macht. Das Zusammenspiel ist es, das fruchtbar oder weniger fruchtbar ist.» Die Aufgabe des Goetheanum fasste er abschließend in ein Wort: «Inspirationen zu ermöglichen». Denn sowohl das allgemeine Publikum als auch die fachlich interessierten Besuchenden, von Ärztinnen bis ZĂŒchter, wie auch die mit dem Goetheanum eng verbundenen Menschen kĂ€men doch an und ins Goetheanum um inspiriert zu werden fĂŒr ihre Arbeit, fĂŒr ihr Leben.


Foto von Ueli Hurter: Trav Williams/Deer Island Studio

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